Peter : Interkulturelle Kontakte: Belgien - Deutschland - Finnland

Ein Treffen vom 11. bis 14. 02.2009 in Forssa (Südfinnland)
Per Flug waren wir am 11. Februar gegen 12.00 Uhr auf dem Airport von Helsinki
gelandet.
Schon die Fahrt in die City eröffnete mir die offene und weite Landschaft (wie sie mir von früheren Aufenthalten vertraut war).
In Helsinki konnten wir (dank der Bereitschaft.eines Freundes) die wichtigsten
Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen lernen.
Besonders hat mich (wieder) die "Felsenkirche" im Innenraum beeindruckt. Die
Verbindung des rohen Gesteins der Felswände mit der lichten weitgespannten Kuppel schafft für mich eine Atmosphäre von Stille und Sammlung, die mich während der ganzen
Reise begleitet hat. Sie steht symptomatisch und symbolisch für die Verbindung von Natur und Kultur, geprägt von dem Engagement und der Offenheit der Menschen, wie wir sie während der Tage erlebt haben.
Zwei sehr verschiedene Eindrücke möchte ich beschreiben:
An jenem Abend, an dem wir zusammen saßen und über eine mögliche Formulierung für den Internetauftritt nachgedacht haben, erlebte ich bei aller Verschiedenheit der Standpunkte quer durch die Länder schließlich doch eine gemeinsam getragene Einigung.
W\r kamen uns be\ den Gesprächen über den Sachpunkt emot\ünat näher und konnten also meines Erachtens einen guten Diskurs miteinander führen.
Wir sind sowohl individuell ganz unterschiedlich gewesen, als auch bestimmt von unserer jeweiligen Nationalität. Und trotzdem entstand in den wenigen Tagen unter uns allen, einschließlich·der uns begegnenden Finnen ein ganz herzliches menschliches Verhältnis.
Als zweiten besonderen Eindruck möchte ich das Zusammensein mit den Senioren hervor heben:
Wir kamen also am ersten Vormittag in jener Senioren-Einrichtung zusammen, die
zugleich eine Art Volkshochschule darstellte. Überall an den Wänden waren Lebensläufe der dort Wohnenden angebracht, mit Fotos der jeweiligen Person, mit Lebensläufen, wie ich verstanden habe, jeweils allein (vielleicht unter Mithilfe einer dort angesteUten Lehrkraft) in großer Eigenständigkeit gestaltet und unterzeichnet mit großzügigem Namenszug.
In Kleingruppen haben wir über ein bis zwei solcher Lebensläufe mit deren Verfassern gesprochen. Trotz der Sprachhürden haben wir uns verständigen können und auch damit einen direkten Zugang zu den Senioren gefunden.
Ich bin dabei, zu überlegen, wie ich solche Anregung hier als ein Beispiel für Motivationen im Alter in bestimmten Senioren-Einrichtungen weitergeben kann. Ein Austausch solcher Art, auch auf Gegenseitigkeit könnte zu Länder übergreifenden tmpuJsen führen.
So verstehe ich auch unser ganzes Projekt.
Ohne den Einsatz von Eliisa, unserer finnischen Ansprech-Partnerin, gemeinsam mit einigen engagierten Frauen sind für mich die Tage in Forssa und Umgebung undenkbar.
Peter Bickhardt